Blogbeitrag über Web 3D

3D IM WEB

Heutzutage ist vieles in 3D – vom Kino-Film bis hin zum Videospiel. Auch im Web sind immer öfter 3D-Grafiken zu sehen. Gerade in den letzten Jahren hat Web 3D immer mehr an Bedeutung gewonnen: aus dem statischen 2D Info-Net wird eine interaktives 3D Experience-Net.

Geschichte des Web 3Ds

VRML97 (Virtual Reality Markup Language) war der Anfang des Web 3D. Doch brauchte man ein Plug-in für den Browser um die Dateien ansehen zu können, weshalb es sich nie durchsetzte. Im Jahr 2004 wurde von einem zuvor gegründeten Web-Konsortium die Beschreibungssprache X3D als neuer Web-3D-Standard erklärt. Doch auch hier wurden Plug-ins gebraucht.

Dann kam der neue Webstandard HTML 5 und die Khronos Group, welche sich vor Jahren aus bekannten Firmen wie z.B. Apple zusammenschloss, um an der Weiterentwicklung der Grafik-API OpenGL zu arbeiten. OpenGL wurde in JavaScript eingebunden und unter dem Namen WebGL wiedergeboren. Somit waren Plug-ins nicht mehr erforderlich, denn WebGL war in den Browser eingebunden.

3d-im-web-vergleich

Unterschied zwischen VRML97 (links) und WebGL (rechts)
Quelle: https://www.heise.de/ix/artikel/In-die-Tiefe-gehen-1108267.html?view=zoom;zoom=4
(Stand: 25.09.2017 17:11)

Web 3D heute

Heutzutage unterstützen fast alle gängigen Browser WebGL. Daher ist es möglich echte 3D-Modelle ohne Plug-ins und auf mobilen Geräten ohne großen Aufwand darzustellen. Gerade auf mobilen Geräten mit Touchscreen bietet sich interaktive 3D-Modellen sehr gut an, da diese sich kinderleicht bedienen lassen. Das macht eine Webseite anschaulicher und bleibt dem User im Kopf.

Aber auch WebGL hat Nachteile. Damit keine weiteren Plug-ins benötigt werden, greift WebGL direkt auf die Grafikkarte des Gerätes zu. Das stellt natürlich ein Sicherheitsrisiko dar.  Eine weitere Kritik an WebGL ist der enorme Programmieraufwand, für welchen man in bestimmten Programmiersprachen und Mathematik fit sein muss.

Aus diesen Gründen wurde die Variante mit Plug-ins noch nicht ganz verworfen. Ihr Vorteil ist die Verwendung von 3D Grafiken ohne Programmieraufwand. Man kann die 3D-Anwendung direkt aus der Entwicklungsumgebung laden. Doch darin liegt auch der Nachteil. Plug-ins sind sogenannte “closed boxes”, d.h. sie können keine Informationen mit dem Rest der Webseiten austauschen. Das verhindert bzw. erschwert das interaktive Webdesign.

Bei WebGL ist dies möglich, weshalb sich deutlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung und weniger Grenzen für die Umsetzung neuer Ideen ergeben. Deshalb bleibt WebGL wohl der neue und maßgebende Standard.

Als moderne Internetagentur arbeiten auch wir mit 3D-Effekten, welche sie z.B. auf unsere Startseite sehen könne. Schon durch kleine 3D-Effekte wie Bilder, die in die Seite “reinfliegen”, wirkt Ihre Webseite interessanter und lebhafter. Mit Hilfe von unserem Webdesign wird Ihre Webseite modern und interaktiv!

Die Zukunft des Web 3D

Der nächste Schritt des Web 3Ds ist WebVR (Virtual Realität). Und daran wird fleißig gearbeitet.

Mozilla und Google haben vor einiger Zeit begonnen die Grundlagen für VR in ihren jeweiligen Browsern zu legen.

Zukunft des Web 3D

So sieht WebVR im Browser ohne VR-Brille aus.
Quelle: https://roadtovrlive-5ea0.kxcdn.com/wp-content/uploads/2014/11/hud-2.jpg
(Stand: 26.09.2017, 14:19)

Zwar gibt es schon viele Ansätze und auch schon Webseiten für WebVR, dennoch steckt es noch in seinen Kinderschuhen.  Aber Firefox ist schon so weit, dass der WebVR Standard am Ende des Jahres in dem Browser mitgeliefert wird und Chrome zieht nächstes Jahr mit. Jetzt ist der ideale Moment um sich über den Einstieg in WebVR Gedanken zu machen. Es handelt sich um eine spannende und zukunftsweisende Technologie, die in den letzten Monaten schon große Sprünge gemacht hat und es bestehen noch Chancen als Pionier ganz vorne dabei zu sein.

Dennoch sollte der Einsatz von WebVR auf Webseiten sinnvoll und überdacht sein, da es zum einen teuer ist und zum anderen noch wenige Menschen die Hardware besitzen. Für z.B. einzelne Produktpräsentationen kann WebVR ein interessantes Feature sein.

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