Barrierefreies Social-Media

So wird Ihr Social-Media barrierefrei!

In Deutschland leben ca. 1,2 Millionen sehbehinderte und blinde Menschen. 16 Millionen Deutsche leiden an Schwerhörigkeit. Wie Sie auch diesen Menschen den Zugang zu Ihren Social-Media Postings erleichtern, erfahren Sie hier!

Verfassen Sie barrierefreie Postings

Da Screenreader auch Fehler vorlesen, ist das Wichtigste an Postings die Rechtschreibung und Grammatik. Emojis und andere Sonderzeichen sollten nur bewusst eingesetzt werden. Ein “Totenkopf mit gekreuzten Knochen” wird nämlich genau so vorgelesen. Wenn mehrere Emojis aneinandergereiht sind, kann dabei ein richtiges Chaos entstehen. Auch bei Hashtags sollte man auf die Groß- und Kleinschreibung achten. Jedes Wort sollte mit einem Großbuchstaben beginnen. So können Screenreader die einzelnen Wörter erkennen und dementsprechend vorlesen. Wenn eine andere Internetseite verlinkt wird, wird von den meisten sozialen Netzwerken bereits eine Vorschau generiert. Diese Vorschau zeigt dem sehenden Nutzer, was ihn dort erwartet. Um diesen Link barrierefrei zu gestalten, sollten Sie kurz zusammenfassen, wo der Nutzer hinkommt, wenn er dem Link folgt und was ihn dort erwartet.

Fügen Sie Bildbeschreibungen hinzu.

Blinde oder sehbehinderte Nutzer benötigen eine Bildbeschreibung, um das Bild erfassen zu können. Wenn diese nicht vorhanden ist, können diese Nutzer die Informationen nicht aufnehmen. Wenn die Bilder Infografiken und viel Text beinhalten, ist es sinnvoll, diese Informationen auch im zugehörigen Text bereitzustellen.

Twitter

Bildbeschreibungen kann man auf Twitter einfach hinzufügen: Aktivieren Sie diese Option unter “Barrierefreiheit” in den Einstellungen. Wenn Sie einem Tweet jetzt ein Bild hinzufügen, haben Sie die Option “Bildbeschreibung hinzufügen” unter dem Bild. Für jedes Bild kann diese Bildbeschreibung hinzugefügt werden.

Facebook

In Facebook werden Bildbeschreibungen automatisch erstellt. Diese sind aber sehr einfach gehalten. Man kann diese Bildbeschreibung aber auch manuell anpassen. Dies lässt sich über “Optionen” > “Alternativtext ändern” realisieren. Dieser lässt sich auch bei bereits geposteten Fotos bearbeiten.

Instagram

Auch wenn Instagram als visuelles Netzwerk bei blinden und sehbehinderten Nutzern nicht unbedingt die erste Wahl ist, wird es trotzdem genutzt. Hier können auch Alternativtexte hinterlegt werden. Dafür wird im letzten Schritt vor der Veröffentlichung unter “Erweiterte Einstellungen” > “Alternativtext eingeben” die Beschreibung eingefügt.

Erstellen Sie Untertitel für Videos

Wenn Sie Ihren Videos Untertitel hinzufügen, erreichen Sie damit auch hörgeschädigte Nutzer. Es gibt zwei verschiedene Untertitel Varianten: Open und Closed Captions. Open Captions sind im Video integriert. Dadurch hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Closed Captions können vom Nutzer selbst ein- und ausgeblendet werden. Closed Captions sind bereits auf Twitter und Facebook möglich.
Auch hörende Nutzer bevorzugen Untertitel, da Videos oft ohne Ton angeschaut werden.

Fügen Sie Audiodeskriptionen hinzu

Bei einer Audiodeskription beschreibt eine Stimme, was im Video zu sehen ist. Bis jetzt gibt es die Option noch auf keinem sozialen Netzwerk, deshalb muss das Video mit Audiodeskription hochgeladen werden. Da das für sehende Nutzer irritierend sein kann, ist es sinnvoll, das Video in beiden Varianten hochzuladen: mit und ohne Audiodeskription.

Fazit

Barrierefreiheit auf Social-Media zeigt auch, dass sich Ihr Unternehmen mit Inklusion beschäftigt und alle Menschen ansprechen möchte.

Wenn mir ein gleichwertiges Produkt von einem Unternehmen barrierefrei angeboten wird und von einem anderen nicht, dann kaufe ich beim ersten.

Felix Högl, Referent beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband

Unsere Experten aus dem Social-Media Team kennen sich bestens aus und beraten Sie gerne, um Ihre Social-Media Postings barrierefrei zu gestalten.

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