Beitragsbild Pop-Ups

Pop-Ups sind nervig? Nicht immer!

Wir alle klicken sie automatisch weg, wenn Sie erscheinen—Pop-Ups! Moderne Pop-Up-Blocker schützen uns vor tausenden von ihnen und machen so unsere Nutzererfahrung in der Online-Welt angenehmer. Doch vor nicht allzu langer Zeit wurde der durchschnittliche Nutzer fast täglich zum „glücklichen Gewinner“ eines Gewinnspiels gekürt.

Das war wahrscheinlich auch der Zeitpunkt, an dem Menschen begannen, eine Abneigung gegenüber solchen Dialogfenstern zu entwickeln. Wer möchte schon ständig mit ihnen konfrontiert werden, wenn man doch auf der Suche nach etwas ganz anderem ist? Auch Vermarktern sind Pop-Ups oftmals ein Dorn im Auge—wie soll man authentischen Content in der Form von Pop-Ups an den Kunden bringen, wenn diese sofort weggeklickt werden, weil ihr Ruf durch irrelevante Fake-Werbeanzeigen beschmiert ist?

(Ganz nebenbei gelten Cookie-Hinweise im Allgemeinen auch als Pop-Ups. Doch diese sind aufgrund der DSGVO-Bestimmungen aus dem Jahr 2018 auf den meisten Webseiten Pflicht und müssen mit expliziter Einwilligung weggeklickt werden.)

Dazu kommt ein weiterer Grund:

Google-Suchanfrage Pop-Ups

Eine Google-Suche nach dem Begriff „Pop-Up“ führt nicht etwa zu einem ultimativen Guide, wie man diese erstellt—nein, vielmehr beschreiben die Suchergebnisse, wie man solche Werbeanzeigen blockiert. Doch auch wenn diese Tatsache Pop-Ups nicht in einem allzu positiven Licht darstellt, sollten Sie sich nicht davor scheuen, sie zu nutzen. Denn wenn Sie sich die Zahlen anschauen, wird klar, dass Pop-Ups weiterhin noch effektiv sind; immerhin besitzen Pop-Ups eine durchschnittliche Konversionsrate von über 3 Prozent.

Der Trick besteht also darin, bestimmte Typen von Dialogfenstern in bestimmten Kontext zu bestimmten Zeiten zu nutzen. Diesen Punkten widmen wir uns in unserem heutigen Beitrag.

Wie viele Arten von Pop-Ups gibt es?

Bevor wir tiefer tauchen, müssen an erster Stelle die verschiedenen Typen festgelegt werden. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die verschiedenen Arten durch die folgenden drei Charakteristiken bestimmt werden:

  • Wann erscheinen Pop-Ups?

Entweder direkt nach dem Laden einer Seite, nachdem man eine bestimmte Dauer an Zeit auf der Seite verbracht hat, wenn man die Seite verlassen möchte oder, wenn man zu einem Bereich der Seite scrollt, nachdem man auf ein Element geklickt hat.

  • Wie erscheinen Pop-Ups?

Entweder gleiten sie von rechts oder links herein, sitzen oben oder unten am Rand des Screens, springen direkt in der Mitte des Bildschirms auf oder nehmen das gesamte Bild ein.

  • Welche Art von Content bieten Pop-Ups an?

Entweder normale oder interaktive Inhalte.

Natürlich sind diese Charakteristiken nicht voneinander getrennt. Viele Pop-Ups kombinieren verschiedene Merkmale. Welche Arten von Pop-Ups es gibt, schauen wir uns im Folgenden an.

Welche Arten von Pop-Ups gibt es?

Die hier vorgestellten Arten von Pop-Ups sind sicherlich nicht die einzigen, die Sie bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen sollten. Die folgenden Werbeanzeigen sind lediglich die, die am besten performen und dabei so wenig Risiko wie möglich darstellen.

1. Exit-Intent Pop-Up

Sie selbst sind dieser Art von Pop-Up sicherlich auch schon mal begegnet: Exit-Intent Pop-Ups erscheinen dann, wenn ein Nutzer kurz davor ist, die Seite zu verlassen. Wie das möglich ist? Indem die Geschwindigkeit und Bewegungen des Mauszeigers via JavaScript getrackt werden. Wenn sich der Cursor außerhalb des Seitenrandes oben (bei den Browsertabs) befindet, öffnet sich automatisch ein Pop-Up.

Die folgende Grafik zeigt, mit welchen kleinen Mitteln ein Exit-Intent Pop-Up zu Erfolg führen kann. In diesem Beispiel wird von einem Fullscreen-Pop-Up ausgegangen, aber die Tipps gelten für alle Arten von Exit-Intent Pop-Ups.

Erfolgsfaktoren Exit-Intent Pop-Ups
Quelle: https://visme.co/blog/exit-intent-popup/ (Stand: 05.05.2020, 13:29)

Exit-Intent Pop-Ups können prinzipiell für jede Art von Angebot genutzt werden, doch am effektivsten sind sie, wen sie für „stärkere“ Attraktionen genutzt werden, so zum Beispiel Newsletter-Anmeldungen, Rabatte und Free Trials.

2. Click-Activated Pop-Up

Click-Activated Pop-Ups sind geeignet, wenn die Befürchtung besteht, mit Werbeanzeigen Kunden zu verjagen. So ist es möglich, dass jeder Nutzer für sich selbst entscheidet, ob er den Link betätigen und somit das Pop-Up öffnen möchte.

Einer weiteren Variante der Click-Activated Pop-Ups sind Sie sicherlich auch schon mal begegnet. Viele E-Commerce-Webseiten machen von dieser Art von Dialogfenster Gebrauch, um ihre Produkte zu präsentieren. So zum Beispiel auch einer unserer TYPO3-Kunden.

Auf eine Übersicht des Produkts …

Click-Activated Pop-Up in E-Commerce

… folgt nach Klick auf das Produktbild ein Fenster zur Detailansicht.

Click-Activated Pop-Up in E-Commerce Lightbox-Ansicht

Click-Activated Pop-Ups besitzen normalerweise eine relativ hohe Konversionsrate, da prinzipiell ein voriges Interesse seitens des Nutzers daran besteht, was sich hinter dem Link verbirgt.

3. Opt-In Bar

Opt-In Bars sind flexibel und sichtbar, ohne dabei störend zu wirken. Wie oben schon genannt, gelten zum Beispiel auch Cookie-Hinweise als Opt-In Bars. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Meldungen und können mit dem Inhalt mitscrollen. Auch bei einem Besuch auf unserer Seite haben Sie das sicherlich schon bemerkt—unser Cookie-Hinweis besteht aus einer Opt-In Bar.

Opt-In Bar Beispiel: Cookie-Hinweis

4. Interaktive Pop-Up

Jedes bisher vorgestellte Pop-Up ist genau genommen eine Art interaktives Dialogfenster, da man entweder in oder um das Element herum klicken muss, um es zu schließen. Doch interaktive Pop-Ups, wie wir hier meinen, gehen einen Schritt weiter.

Vielleicht haben Sie auch schon mal diese Art von Pop-Up gesehen:

Die Funktionsweise ist dabei recht einfach. Der Nutzer wird sozusagen zu einer Art Spieler, der das Glücksrad dreht und dabei die Chance hat, einen Preis zu ergattern. Bei einem Gewinn werden die Kontaktdaten des Nutzers aufgenommen.

Fazit

In einem Kampf zwischen der Qualität des Inhalts und der Art des Pop-Ups, in welchem es präsentiert wird, gewinnt der Inhalt in 9 von 10 Fällen. Wichtiger als die Verpackung ist das Angebot und die Relevanz des Lead Magnets.

Wenn auch Sie nun Interesse an der Implementierung von Pop-Ups haben, kontaktieren Sie uns gerne! Unsere erfahrenen Agenturmitarbeiter besitzen das passende Know-How, um Ihnen in dieser Sache bestmöglich behilflich zu sein.

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