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Developers: „Open Source wächst weiter trotz Herausforderungen“

Software-Entwickler weltweit sind der Zukunft von Open Source gegenüber optimistisch gestimmt. Trotzdem befürchten eine wachsende Anzahl von Experten, dass fehlende Finanzierung und Unterstützung durch Unternehmen die Tragfähigkeit von Open Source gefährden. Dies ist eines der zentralen Punkte, die DigitalCloud – ein Cloud-Infrastrukturanbieter – in seiner zweiten Jahresumfrage präsentiert. Die Umfrage wurde im aktuellen Jahresbericht des Anbieters „Currents, Open Source 2019“ veröffentlicht. Mehr als 5800 Entwickler aus der gesamten Welt haben an der Umfrage teilgenommen.

Übersicht der Ergebnisse

Die Nutzung von Open Source hat seit der Umfrage aus dem letzten Jahr um 8 Prozent zugenommen. Dieser Wert gilt dabei nicht nur für neue Teilnehmer, sondern auch für die, die bereits schon etwas zum Projekt beitragen.

33% der Befragten zweifeln an der Tragfähigkeit von Open Source in der Zukunft. Sie verweisen dabei auf die Tatsache, dass in diesem Bereich finanziell zu wenig geschähe. Auch die Unterstützung von großen Unternehmen fehle, was die zukünftige Entwicklung der Projekte schwieriger mache.

Viele Teilnehmer der Umfrage sprechen sich für die Verbesserung der Inklusion aus. Jedoch haben Entwickler in diesem Bereich auch sehr viel Gutes über die Freundlichkeit und inklusive Atmosphäre des Netzwerks im Allgemeinen zu sagen. Teilnehmer der jüngeren Generation – allen voran Frauen – sagen, dass sie sich im Vergleich zu anderen fehl am Platz und nicht willkommen fühlen. Laut Eddie Zaneski, einem Sprecher von DigitalOcean, gab es in den diesjährigen Umfrageergebnissen im Allgemeinen viele unterschiedliche Meinungen zwischen Entwicklern verschiedener Generationen und Geschlechtern.

Zentrale Punkte zum Überleben von Open Source

Inklusion und Freundlichkeit stehen im Mittelpunkt, wenn es um den Erfolg jeglicher Open-Source-Software geht. So ist es auch an einem Arbeitsplatz im Büro. Wenn sich Mitarbeiter nicht willkommen fühlen, werden sie nicht ihr Bestes tun können oder den Willen aufbringen, die Arbeit an sich zu verrichten – das meint Gareth Greenway, Senior Softwareentwickler der Software SaltStack.

Weiter sagt er folgendes: „Wenn wir uns die erfolgreicheren und langlebigen Projekte anschauen, dann haben sie alle eine Gemeinsamkeit: Sie fördern und priorisieren alle die Interaktion innerhalb einer Community.“

Essenzielles zum Erfolg

Open-Source-Projekte müssen folgende, essenzielle Dinge für Teilnehmer aufweisen:

  • Projektadministratoren müssen sicherstellen, dass sich neue Nutzer bzw. Teilnehmer willkommen fühlen, wenn sie einer Community beitreten.
  • Sie müssen auch dafür sorgen, dass sich neue Teilnehmer trauen, Fragen zu stellen – ohne dabei Angst zu haben, dem Spott anderer Nutzer ausgesetzt zu werden.
  • Nicht zuletzt müssen Administratoren auch klarmachen, dass ein gewisser Grad an Respekt für Konkurrenzprojekte zu vorhanden sein ist.

Ohne Inklusion und Freundlichkeit besteht in der Community die Gefahr, eine geschlossene Gemeinschaft zu werden – mit Bewohnern, die nicht in der Lage sind, Individuen, größere Gruppen und die Welt an sich in Betracht zu ziehen. Für Charles Kind, einem Analysten bei Pund-IT, folgt daraus der direkte Weg in die Irrelevanz.

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